www.Steinheilerin.de


Home
Steinheilung
Reiki
Besprechen
Klangmassage
Pendelanleitung
Medialität
Elektrosmog
Traumsteinshop
Seminare
Behandlungen
Beratung
Geschichten
Über mich
Gästebuch
Kontakt
Presse
Links

Nicht mehr als ein Nichts

Die Meise fragte ihre Freundin, die Taube: "Weißt du, was eine Schneeflocke wiegt?"
"Nicht mehr als ein Nichts", antwortete die Taube.
Ich erzähle dir eine Geschichte darüber sage die Meise. "Ich saß eines Tages auf einem dicken Ast einer Fichte, ganz nah am Stamm, als es zu schneien anfing. Es schneite nicht heftig, sondern sanft und zart. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und Nadeln des Astes fielen und darauf hängen blieben. Ich zählte ganz genau dreimillionen-siebenhundert-einundvierzigtausend-neunhundert- zweiundfünfzig Schneeflocken. Leise und sanft fiel sodann die dreimillionen-sieben- hundert-einundvierzigtausend-neunhundert-dreiundfünfzigste Flocke leise und sanft nie- der. Sie wog nicht mehr als ein Nichts, doch als sie niederfiel brach der dicke, starke, Ast der Fichte ab."
Nach diesen Worten flog die Meise davon.
Die Taube als Spezialistin für den Frieden sagte nach kurzem Nachdenken zu sich: Vielleicht fehlt ja nur eines einzigen Menschen Stimme zum Frieden der Welt..."

Verfasser unbekannt

Mit Gott zu Mittag gegessen

Es war einmal ein kleiner Junge, der unbedingt Gott treffen wollte. Er sagte sich, dass der Weg zudem Ort wo Gott lebte, sehr weit sei. So packte er sich Proviant in seinen Rucksack.
Er lief eine ganze Weile und kam zu einem kleinen Park. Dort sah er eine alte Frau, die auf einer Bank saß und den Tauben zuschaute, die vor ihr auf dem Boden nach Futter suchten.
Der kleine Junge setzte sich zu der Frau auf die Bank und öffnete seinen Rucksack. Er wollte sich gerade eine Cola herausholen, als er den hungrigen Blick der alten Frau sah. Er griff nach einem Schokoriegel und reichte ihn der Frau.
Dankbar nahm sie diesen und lächelte ihn an. Es war ein wundervolles Lächeln, der kleine Junge wollte dieses Lächeln noch einmal sehen, so bot er ihr noch eine Cola an.
Sie nahm die Cola und lächelte wieder, noch strahlender als zuvor. Der Junge war selig.
Die beiden saßen den ganzen Nachmittag lang auf der Bank, aßen Schokoriegel und tranken Cola - sprachen aber kein Wort.
Es wurde dunkel, der Junge wurde müde und beschloss nach Hause zu gehen. Nach einigen Schritten hielt er inne, drehte sich um, ging zu der Frau zurück und umarmte sie.
Die Frau schenkte ihm darauf ihr allerschönstes Lächeln.
Zuhause sah seine Mutter die Freude auf seinem Gesicht und fragte: "Was hast du denn heute schönes gemacht, dass du so fröhlich aussiehst?"
Der kleine Junge antwortete: "Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen - und sie hat ein wundervolles Lächeln!"
Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn sie schon erwartete. Auch er fragte warum sie so fröhlich aussehe.
Sie antwortete: Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen - und er ist viel jünger als ich gedacht habe."

Verfasser unbekannt

Der kaputte Krug

Es war einmal ein Wasserträger in Indien. Auf seinen Schultern ruhte ein schwerer Holzstab, an dem rechts und links je ein großer Wasserkrug befestigt war. Nun hatte einer der Krüge einen Sprung. Der andere hingegen war perfekt geformt und mit ihm konnte der Wasserträger am Ende seines langen Weges vom Fluss zum Haus seines Herren eine volle Portion Wasser abliefern.
In dem kaputten Krug war hingegen immer nur etwa die Hälfte des Wassers wenn er am Haus ankam. Für volle zwei Jahre lieferte der Wasserträger seinem Herren also einen vollen und einen halbvollen Krug.
Der perfekte der beiden Krüge war natürlich sehr stolz darauf, dass der Wasserträger in ihm immer eine volle Portion transportieren konnte. Der Krug mit dem Sprung hingegen schämte sich, dass er durch seinen Makel nur halb so gut war wie der andere Krug.
Nach zwei Jahren Scham hielt der kaputte Krug es nicht mehr aus und sprach zu seinem Träger: "Ich schäme mich so für mich selbst und ich möchte mich bei dir entschuldigen."
Der Wasserträger schaute den Krug an und fragte: "Aber wofür denn? Wofür schämst du dich?"
"Ich war die ganze Zeit nicht in der Lage, das Wasser zu halten, so dass du durch mich immer nur die Hälfte zu dem Haus deines Herren bringen konntest. Du hast die volle Anstrengung, bekommst aber nicht den vollen Lohn, weil du immer nur anderthalb statt zwei Krüge Wasser ablieferst." sprach der Krug.
Dem Wasserträger tat der alte Krug leid und er wollte ihn trösten. So sprach er: "Achte gleich einmal, wenn wir zum Haus meines Herren gehen, auf die wundervollen Wildblumen am Straßenrand."
Der Krug konnte daraufhin ein wenig lächeln und so machten sie sich auf den Weg. Am Ende des Weges jedoch fühlte sich der Krug wieder ganz elend und entschuldigte sich erneut zerknirscht bei dem Wasserträger. Der aber erwiderte: "Hast du die Wildblumen am Straßenrand gesehen? Ist dir aufgefallen, dass sie nur auf deiner Seite des Weges wachsen, nicht aber auf der, wo ich den anderen Krug trage? Ich wusste von Beginn an über deinen Sprung. Und so habe ich einige Wildblumensamen gesammelt und sie auf Deiner Seite des Weges verstreut. Jedes Mal, wenn wir zum Haus meines Herren liefen, hast du sie gewässert. Ich habe jeden Tag einige dieser wundervollen Blumen pflücken können und damit den Tisch meines Herren dekoriert. Und all diese Schönheit hast du geschaffen."

Verfasser unbekannt

Zwei Wölfe

Ein Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Das Feuer knackte und die Flammen züngelten in den dunkel gewordenen Himmel.
Schweigend saßen die Beiden am Feuer, der Alte unterbrach die Stille mit den Worten: "Weißt du, manchmal fühle ich mich, als ob in meinem Herzen zwei Wölfe kämpfen würden. Einer ist aggressiv, grausam und rachsüchtig. Der andere ist sanft, mitfühlend und liebevoll."
"Welcher der Wölfe wird den Kampf um dein Herz gewinnen?" fragte der Junge.
Der Alte antwortete: "Der Wolf, den ich füttere."

Aus unbekannter Quelle

Himmel oder Hölle?

Nachdem ein Mann gestorben war, fand er sich an einem wunderschönen Ort wieder. Ein Mann in edler Kleidung kam auf ihn zu und sagte: "Ich stehe zu ihrer Verfügung. Sie können alles haben, was sie sich wünschen, alle erdenklichen Speisen und alle Besitztümer."
Der Mann freute sich und genoss die leckersten Speisen und all seinen neuen Besitz.
Nach einiger Zeit wurde ihm langweilig und er rief den Mann in der edlen Kleidung zu sich.
"Ich mag nichts Neues besitzen, ich mag auch nicht mehr essen, ich brauche eine Aufgabe. Sag welche Arbeit kannst du mir geben?"
Das schüttelte der andere langsam den Kopf und sprach: "Es tut mir leid, aber diesen Wunsch kann ich nicht erfüllen, denn hier gibt es keine Arbeit für sie."
Darauf rief der Mann: "Aber was soll ich denn tun? Ebenso gut könnte ich in der Hölle schmoren!"
Der andere antwortete leise: "Was glauben sie wo sie hier sind?"

geändert nach Margret Stevens

Märchen von der traurigen Traurigkeit

Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.
Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: "Wer bist du?"
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.
"Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.
"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."
"Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich..., ich bin traurig", sagte die graue Gestalt.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."
Die Traurigkeit seufzte tief.
"Ach, weißt du", begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."
Die Traurigkeit schluckte schwer.
"Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: 'Papperlapapp, das Leben ist heiter.' und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: 'Gelobt sei, was hart macht.' und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: 'Man muss sich nur zusammenreißen.' und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: 'Nur Schwächlinge weinen.' und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."
"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet..."
Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
"Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."
Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.
"Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."
Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber..., aber – wer bist du eigentlich?"
"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. "Ich bin die Hoffnung."

Verfasser unbekannt




.