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Reiki & Co

Der (Ent)spannende Selbstversuch von KURIER Reporterin Britta Zimmermann

"Sie heißen Quigong und Tai Chi, Shihatsu oder Reiki und sie sollen unsere Lebensenergie zum fließen bringen, Entspannung verschaffen Krankheiten vorbeugen. Doch was genau verbirgt sich eigendlich hinter solch alternativen Heilmethoden die immer beliebter werden?
Unsere Autorin wollte es genau wissen und hat eine Reiki Meisterin in Berlin besucht."

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bella besucht eine Heilstein-Expertin

Können Steine uns wirklich heilen?

Sie funkeln geheimnissvoll, und viele von ihnen sollen sogar eine magische Wirkung haben. Aber welcher Stein passt zu mir? bella-Redakteurin Uta Missling besucht eine Expertin - und fand ihren persönlichen Stein...

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Freizeit Aktuell zum Thema Besprechen

"Nach dem besprechen war die Gürtelrose weg." Wolfgang Schreiner strahlt. "Dass ich die Gürtelrose noch einmal loswerde, hätteich nie für möglich gehalten",sagt der 25-Jährige. Geholfen haben ihm keine Medikamente, sondern Worte: Die "Besprecherin" Heide Wüst-Kuphal (58) hat ihn geheilt...

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Die heilenden Hände von Berlin

Besprecher:Wenn Worte Schmerzen bekämpfen

Alternative Heilmethoden sollen helfen,wenn die Schulmedizin mit ihrem Latein am Ende ist. Doch wo finde ich die Experten? In loser Reihenfolge stellt der Berliner KURIER „Die heilenden Hände von Berlin“ vor, nennt Preise und Adressen von Therapeuten.Heute geht es um Besprechen.

Die Hände braucht Heide Wüst- Kuphal nicht für ihre Heilkunst. Die 58-jährige Frau mit den hellgrünen Augen bespricht Krankheiten. Und eine Grundregel besagt, dass die Klienten nicht berührt werden. Heute hat sich Conny H. (55) auf der Behandlungsliege im hellen Zimmer der Praxis in Prenzlauer Berg ausgestreckt. Die Sachbearbeiterin leidet an einer äußerst schmerzhaften Kopf-und Gesichtsrose. „Waren Sie schon beim Arzt?“, fragt Heide Wüst-Kuphal. Conny H. nickt, sagt, dass Tabletten und Salbe kaum Linderung gebracht hätten, bittet deshalb darum, die Rose zu besprechen.

Die Naturheilerin, die auch Reiki, Edelstein-Therapie und Klangmassage anbietet, öffnet weit das Fenster ihrer Parterrewohnung. Dann streckt sie die Arme in den Himmel. „Ich nehme Energie auf“, sagt sie. Sie setzt sich ans Kopfende der Liege, murmelt unverständliche Sätze. „Der Spruch ist ein Geheimnis. Ich habe ihn von einem 80-jährigen Besprecher übergeben bekommen.“ Wenig später geht Heide Wüst-Kuphal wieder zum geöffneten Fenster, streckt die Arme erneut aus, wischt mit der rechten über die linke Hand.„Ich habe die Krankheit weggeworfen.“ Conny H. erhebt sich. Sie bedankt sich nicht, denn auch das gehört zum Ritual. Im Flur legt sie Geld auf ein Schränkchen. Eine Spende, denn bezahlt werden will Heide Wüst-Kuphal nicht. „Auch das ist eine alte Sitte.“ Sie erinnert sich aber an einen Klienten, der mit schlimmer Gürtelrose von einem Berliner Besprecher kam. Der Mann hatte 600 Euro bezahlt, aber immer noch Schmerzen. Heide Wüst-Kuphal besprach ihn wie üblich drei Tage hintereinander mit je einem Tag Pause. Danach war er die Rose los. „Gürtelrosen, Warzen, Ekzeme, Furunkel oder andere Hautprobleme lassen sich sehr gut besprechen“, sagt Heide Wüst-Kuphal, die den Spruch einst als junge Frau in Dithmarschen übergeben bekam. Nach ihren Erfahrungen verschwinden 80 bis 85 Prozent der Warzen nach maximal einem Vierteljahr und 85 bis 90 Prozent der Gürtel-, Gesichts- oder Kopf-Rosen. Und die sogar schon innerhalb von wenigen Tagen. Heide Wüst-Kuphal kann nicht erklären, wieso es funktioniert. „Das Wichtigste aber ist doch, dass es funktioniert.“ ANKA SEYFERT

Wer sich an Heide Wüst-Kuphal in ihrer Praxis in Prenzlauer Berg wenden möchte, sollte sich unbedingt telefonisch bei ihr anmelden: 030/44 01 22 86. Falls sie gerade in einer Behandlung ist, bitte auf den Anrufbeantworter sprechen, sie ruft auf jeden Fall zurück. Wer sich über die Heilerin im Internet informieren will: www.steinheilerin.de Während der drei Tage, in denen besprochen wird, und den beiden Tagen Pause dazwischen darf kein Alkohol getrunken werden. Unbedingt per Telefon anmelden

Vorher zum Arzt Das Besprechen hat jahrhundertealte Tradition. Vor allem vom 15. bis zum 18. Jahrhundert wurden Frauen, die besprachen, als Hexen verfolgt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. In vielen ländlichen Gegenden gibt es aber auch heute noch Besprecher. Heide Wüst-Kuphal begründet die Wirksamkeit des Besprechens damit, dass immer zuerst die Seele erkrankt, bevor der Körper krank wird. So gehörten auch Mediziner zu ihren Klienten, obwohl es keinerlei wissenschaftliche Studien über die Heilmethode gibt. Wird Heide Wüst-Kuphal um Hilfe gebeten, schickt sie die Klienten immer zuerst zum Arzt. „Ich werde auch niemals versprechen, jemanden heilen zu können. Ich kann nur versprechen, mein Bestes zu tun.“ Bei der Suche nach einem guten Besprecher sollte man auch darauf achten, dass die Spendenregel eingehalten wird

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